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Auf Zypern bin ich umhergeirrt und Susi und Eleni haben mich gefunden und aufgenommen, mir etwas zu fressen und trinken gegeben, denn ich war ganz dolle hungrig und durstig.
Irgendwann hieß es, ab nach Deutschland. Ja, und man meinte mich und noch andere Fellnasen damit. Ich wusste nicht was auf mich zukam, aber schauen wir mal.
Am 27.06.2016 war es dann soweit.
Eigentlich war ich total entspannt. Meine Hundekumpels nicht so. Alle waren schon aus ihrer Flugbox, nur ich noch nicht, ich war die Letzte. Dann war ich dran und es hieß, ich bin jetzt ein Pflegi, was auch immer das heißen mag.
Meine Pflegeeltern sind mit mir nach Hause gefahren. Tja, und da war ich dann. Das Autofahren war cool, habe bei meiner Pflegemama auf dem Schoß geschlafen.
Ich war eine sehr ängstliche Hündin eine ganze Zeit lang, aber zu meinen Pflegeeltern hatte ich gleich Vertrauen. Nur wenn andere Menschen kamen, habe ich mich versteckt und versucht die Leute wegzubellen.
Spielen habe ich auch gelernt…...ich wusste gar nicht, dass es so viel Spaß machen kann. Meine Pflegeeltern haben mir Einiges beigebracht. Z.B. wenn der Zeigefinger hoch ging, oder es wurde sitzt gesagt, ging mein Popo automatisch runter und dann wurde ich immer ganz dolle gelobt.
Hier in der Nachbarschaft wohnen auch ganz viele Hunde, eigentlich nur Rüden. Ich habe mich mit allen super toll verstanden……… und alle haben sich in mich verliebt. Natürlich hatte ich einen Favoriten und zwar unser Nachbarshund Pelle (ehemalig Max) auch aus Zypern, der auch vorher bei meinen Pflegeeltern war.
Ich war auch mit meinen Pflegeeltern im Urlaub ………….man war das schön.
Dabei sein ist alles und ich war immer dabei.
Ja und jetzt kommt es….
Ich war ganz, ganz viel krank. Ich hatte am Körper viele Wunden, Entzündungen im Magen- und Darmbereich und dann noch viele Schrotkugeln im Körper.
Frauchen sagte, was für eine arme „Socke“ und daher kam der neue Name.
Wie gesagt, am 27.Juni 2016 kam ich in Deutschland an und wohnte bei meinen Pflegeeltern. Sie haben alles versucht, dass es mir gut ging.
Schön waren auch die Nächte.
Meistens habe ich mit Frauchen in einem Zimmer geschlafen (Herrchen hat immer so geschnarcht). Wenn Frauchen geschlafen hat, bin ich zu ihr aufs Bett und habe mich ganz nah an sie angekuschelt, bis sie ihren Arm um mich gelegt hat und meistens sind wir auch so wieder aufgewacht.
Es haben sich auch viele tolle Menschen für mich interessiert, aber da ich krank war, konnte ich auch nicht vermittelt werden.
So wurde ich vor kurzem Dauerpflegi. Ich habe mich gefreut, denn ich dachte ich kann jetzt für immer bei meinen Pflegeeltern bleiben.
Und richtig, ich konnte bleiben, aber anders als gewollt. Mein Gesundheitszustand wurde immer schlechter, sodass man mir nicht mehr helfen konnte.
Am 01.06.2017 bin ich dann über die Regenbogenbrücke gegangen.
Meinen Pflegeeltern fiel es unendlich schwer. Sie leiden ganz doll, aber ich nicht mehr. Es ist schön hier oben. Ganz viele Fellnasen sind hier und wir verstehen uns ALLE super gut. Wir können euch da unten auch sehen, echt cool.
Ich habe hier oben alle Fellnasen zusammen gerufen, und dann haben wir alle auf einmal geweint.
Der Regen, der bei euch angekommen ist, das waren wir. Aber jetzt wird hier wieder gespielt und auf euch aufgepasst. Ich werde dafür sorgen, dass meine Pflegeeltern weitermachen und noch ganz viele Fellnasen gerettet werden.
Ich bedanke mich ganz herzlich bei Susi aus Zypern, dass sie mich aufgenommen hat. Und bei Jutta Schlotfeldt, die immer da war, wenn wir Hilfe brauchten und alles Menschen- mögliche getan hat was es nur gibt.
Danke meine lieben Pflegeeltern für das eine schöne Jahr bei euch
Danke an alle, die meinen Pflegeeltern Trost spenden.
Ihr bleibt alle in meinem Herzen...
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